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Storytelling im Alltag




 

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Mein liebstes Thema aus den internen Fortbildungen der letzten Monate ist das Storytelling. Offenbar ein feststehender Begriff in der IT-Beratungswelt wie mir die Kollegen durch eifriges Kopfnicken bei der Ankündigung des Themas verrieten.

Eine kleine Umfrage in meinem Freundinnen-Familie-Mütter-ehemalige Arbeitskollegen-Bekanntenkreis führte (für mich nicht überraschend) zu dem Ergebnis: Kennt keiner! Die Wahrheit ist jedoch: Fast jeder tut’s – mehr oder weniger täglich!

Die Definition laut Wikipedia: „Storytelling (deutsch: „Geschichten erzählen“) ist eine Erzählmethode, mit der explizites, aber vor allem implizites Wissen in Form einer Metapher weitergegeben und durch Zuhören aufgenommen wird.“

Meine Ex-Kollegen tun es, wenn sie mir beim Ehemaligen-Treffen anhand kleiner Büro-Anekdoten unterjubeln wollen, wie enorm erfolgreich sie sind, ich selbst tue es, wenn ich meiner kleinen Tochter bestimmte Werte vermitteln will und jeder andere meiner Bekannten tut es wahrscheinlich auch, jedoch ohne es zu bemerken. Da wir also scheinbar geübt darin sind, empfiehlt sich diese Methode meiner Meinung nach für jeden ungeübten, nervösen Redner oder Projekt-Protagonisten, der andere Menschen für sich gewinnen, eine neue Blickrichtung aufzeigen, Unangenehmes deutlich machen oder bestimmte Verhaltensmuster aufzeigen möchte.

Storytelling hat sich im Laufe des vergangenen Jahres laut managerSeminare.de zum Shooting Star der Trainingsmethoden entwickelt. Das ist nicht überraschend, denn jeder weiß, dass Menschen durch praktische Erfahrungen leichter zu überzeugen sind als durch theoretische Argumente, umso mehr wenn sich diese in einem nicht enden wollenden Monolog über den Zuhörer ergießen.

Die Struktur guter Geschichten braucht vor allem fünf klassische Momente und sieht (laut karrierebibel.de) wie folgt aus:

– Eine emotional bedeutende Ausgangssituation
– Eine (sympathische) Hauptfigur
– Einen Spannungsbogen durch Ziele und Hindernisse, die die Hauptfigur überwinden muss
– Eine erkennbare Entwicklung (Vorher-Nachher-Effekt)
– Und ein auf das eigene Leben anwendbares Fazit – die Moral von der Geschichte

In diesem Sinne – probieren Sie es aus, egal ob im Alltag mit Freunden und Familie, auf Veranstaltungen und Vorträgen oder in Projektmeetings. Viel Spaß beim Geschichten Suchen oder Erfinden!

Weitere Beiträge  zum Thema finden Sie hier:
Zen Geschichten
Storytelling: Vier Jagdhunde und hundert Hasen

 
Quelle Foto: © askaja – Fotolia.com

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