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6-Wort-Geschichten – was man damit machen kann




 

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Vor kurzem hatten wir wieder eines unserer „Learnings“. Das sind unsere regelmäßigen Teamtreffen, bei denen wir gemeinsam frühstücken und uns darüber austauschen, was es so Neues in der großen weiten Welt des Projektmanagements gibt. Darauf folgen dann meist kleine Vorträge zu unterschiedlichen Themen, die wir gemeinsam ausgewählt haben, danach mal ein Peer-Coaching oder auch Workshops zu Themen, die uns im Projektalltag begegnen.

Zu unserem Learning im Mai hatten wir Besuch von den „Three-headed-monkeys“, die ja auch gerade einen Zwischenaufenthalt in unseren schönen Büroräumen machen. Christian Riedel, Story Architect und Storytelling Consultant hat mit uns eine Menge interessanter Übungen und Mini-Workshops durchgeführt.

Eine Methode daraus möchte ich gern näher erläutern. Diese basiert auf den im Web relativ beliebten „six-word-stories“ und ist eigentlich ganz simpel: Konstruiere eine Geschichte und benutze dabei nicht mehr als 6 Worte.

Die Regeln im Überblick:

  • Erzähle Geschichten in nur 6 Worten.
  • Schreibe innerhalb von 8 Minuten so viele 6-Wort Geschichten wie möglich auf.
  • Keine Geschichte muss auf Anhieb perfekt sein.
  • Kombiniere die Geschichten, die vielversprechend aussehen.

Ernest Hemingway schrieb die folgenden Worte auf eine Wette hin, dass es ihm nicht gelingen würde, eine Geschichte in 6 Worten zu erzählen:

  •  „For Sale: Baby shoes, never used“

Auf den zweiten Blick sehr aussagekräftig ist auch:

  • „Postkarte aus Las Vegas: Kontaktanzeige bitte löschen!“

Aus diesen Beispielsätzen wird deutlich, worum es bei der Methode grundsätzlich geht: Konzentration auf die Kernaussage! Sie kann genutzt werden, wenn die zu vermittelnden Inhalte zu komplex erscheinen, wenn man sich in einer Idee verfangen hat und/oder seine Mitstreiter/Zuhörer nicht langweilen möchte.

6-Wort Geschichten sind eine gute Methode, um herauszufinden, was man eigentlich sagen möchte. 6 Worte können eine Idee oder sogar eine Marke beschreiben, den 6-Wort-Satz kann man in der nächsten Präsentation nutzen. Den Kern der eigenen Aussage zu finden und zu formulieren hilft, den Blick der Zuhörer auf das Wesentliche zu lenken und sie nicht mit unwichtigen Details oder langatmigen Beschreibungen zu langweilen.

Zurück zu unserem Learning. Unsere Aufgabe war es, eine Setzwein-Geschichte in 6 Worten zu erzählen. Raten Sie doch mal, was sich hinter den folgenden Sätzen verbirgt:

  • Kollegen geben Schokolade nach harter Verhandlung
  • Widerwillig eine Erfahrung fürs Leben gemacht
  • Voller Zug, lange Fahrt – gut angekommen

Ich freue mich auf Ihre Vermutungen und erläutere Ihnen gern die Hintergründe.

Quelle Foto: © giannajschade – Fotolia.com

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