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Fünf-Finger-Feedback




 

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Es gibt viele Möglichkeiten, am Ende von Workshops, Meetings u. dgl. die Rückmeldung der TeilnehmerInnen einzuholen. Man kann einfach in die Runde fragen: „Wie hat es euch gefallen?“ „Was nehmt ihr mit?“ Wer es methodischer mag, lässt seine TeilnehmerInnen „Blitzlichter“ machen oder Markierungspunkte auf zuvor vorbereitete Flip Charts kleben. Selbst den Einsatz von Stofftieren habe ich schon erlebt – was allerdings nicht ganz peinlichkeitsfrei war…

Eine weniger verbreitete, aber witzige Methode mit guten Ergebnissen ist das Fünf-Finger-Feedback, das ich hier – quasi als kleinen Methoden-Quickie – kurz vorstellen möchte. Geeignet ist die Methode für kleine bis mittlere Gruppengrößen. Die Durchführung ist denkbar einfach. Jeder Finger steht für eine bestimmte Feedback-Dimension.

  • Daumen:         Lob – „Besonders toll fand ich heute…“
  • Zeigefinger:     Hinweis – „Mir ist aufgefallen, dass…“
  • Mittelfinger:    Tadel – „Überhaupt nicht gefallen hat mir…“
  • Ringfinger:      Verbindung – „Für meinen Alltag nehme ich mit…“
  • Kleinfinger:     Mangel – „Zu kurz gekommen ist heute….“

Erklären Sie kurz die Bedeutung der Finger, indem Sie mit Ihrer Hand die passenden Gesten ausführen (Daumen hoch, erhobener Zeigefinger, gestreckter Mittelfinger usw.). Sie werden feststellen, dass dies für die TeilnehmerInnen sehr eingängig und leicht zu merken ist. Anschließend sind die TeilnehmerInnen aufgefordert, die Gesten auszuführen und die o.g. Satzanfänge zu vervollständigen.

Die Stärke des Fünf-Finger-Feedbacks liegt in seiner Mehrdimensionalität. Sie entlocken Ihren TeilnehmerInnen damit Informationen, die Sie mit „Blitzlichtern“ oder offenen Fragen selten bekommen. Die Beteiligten werden motiviert, sich mit den o.g. Fragen auseinanderzusetzen. Auf diese Weise werden differenzierte und besonders auch kritische Beiträge angeregt, die für die weitere Arbeit oder künftige Veranstaltungen sehr wertvoll sein können.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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Quelle Foto: © javier borsch – fotolia.com

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