Webtipp


Vor einiger Zeit habe ich an dieser Stelle auf das Video von Prof. Peter Kruse hingewiesen, in dem er erklärt, wie man in einem Unternehmen schnell den vollständigen Stillstand erreichen kann. Da diese Regeln - wie auch Prof. Kruse am Ende anmerkt - natürlich nie so in der Realität vorkommen, möchte ich diesmal auf ein anderes Video von Prof. Kruse zum Thema Change Management aufmerksam machen.

Neben den beiden hier explizit vorgestellten Videos finden sich auf YouTube noch viele weitere, z.B. zum Thema Kreativität, Führung und Lernen.

Viel Spaß beim Anschauen!

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Sind Sie der Typ, den Konkurrenz im Job beflügelt? Oder kommen Sie leistungsmäßig so richtig in Fahrt, wenn andere Sie loben? Ist die Aussicht auf einen hohen Bonus der rechte Treibstoff für Sie oder lockt Sie vielleicht eher der soziale Status, der Ihnen mit der Bekleidung einer bestimmten Position winkt?

Wir alle sind in unserem Handeln angetrieben durch eine spezifische Konstellation von Motiven. Oft steuern diese unsere Wahrnehmung und unser Verhalten unbewusst. Die Kenntnis der eigenen Motivstruktur ist daher ein wichtiger Schlüssel zur Selbststeuerung. Als Führungskraft sollte man jedoch nicht nur mit seinen eigenen Motiven vertraut sein, sondern auch etwas über die Motivlage der Mitarbeiter/innen wissen.

Vielleicht kennen Sie ja aus einem Management-Workshop das „Eseltreiber-Spiel“. Dazu werden die Teilnehmer/innen per Losverfahren in zwei Gruppen, die „Esel“ und die „Eseltreiber“, aufgeteilt. Jeder „Esel“ bekommt vom Moderator auf einer Karte verdeckt mitgeteilt, durch was er motiviert wird, dem Eseltreiber zu folgen. Das können Dinge sein wie Futter, Lob, Sachargumente, Versprechungen, aber auch Befehle oder Drohungen . Jeder „Esel“ bewegt sich nur, wenn „sein“ Motiv angesprochen wird. Anschließend wird jedem „Esel“ ein „Eseltreiber“ zugeordnet. Die Aufgabe der „Eseltreiber“ besteht nun darin, ihre „Esel“ in Bewegung zu setzen.

„Esel“ und „Eseltreiber“ – das ist kein schmeichelhaftes Bild, weder für die eine noch für die andere Seite. Doch wer das Spiel einmal ausprobiert hat, wird neben dem Spaß auch die Einsicht nicht vergessen, welchen Gewinn richtige (!) Motivation bringt.

Vielleicht mögen Sie das Spiel ja einmal gedanklich für sich durchgehen, jetzt, ganz kurz, während Sie diese Zeilen lesen:

  • Wenn Sie in der Rolle des „Esels“ sind – also jemand etwas von Ihnen will – was muss diese Person tun, damit Sie sich bewegen? Worauf springen Sie an? Und was geht gar nicht?
  • Wenn Sie mal wieder den „Eseltreiber“ machen in Ihrem Projekt, in Ihrer Abteilung – also Sie etwas von jemandem wollen – was tun Sie, um diese Person in Bewegung zu setzen? Wissen Sie, wie Sie wen „anpacken“ müssen? Oder haben Sie immer die gleiche Strategie? Wie erfolgreich sind Sie als „Eseltreiber“? Und wie viel Kraft kostet es Sie, ihre „Esel“ in Gang zu halten?

Wenn Sie mehr über die Analyse von Motivstrukturen wissen möchten, werden Sie u.a. hier fündig:

http://www.msaprofile.de/
http://www.reiss-profile.de/

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Heute möchte ich mal einen Tooltipp in der Kategorie Enterprise 2.0 / Kommunikation abgeben: Yammer. Yammer ist ein unternehmensinterner Microblogging Dienst à la Twitter (wer Twitter noch nicht kennt, hier ein schöner Onepager vom brandeins). Nach kostenloser Anmeldung können Nachrichten verfasst werden, die nur von dem geschlossenen Kreis gelesen werden können. Dieser geschlossene Kreis wird durch die Unternehmensdomain definiert. Nur wer eine aktive Adresse für die Domain hat, kann dem Netzwerk beitreten.

So weit so gut, aber wozu das Ganze? Brauchen wir wirklich ein weiteres Tool, ein weiteres Kommunikationsmedium? Das war die anfängliche Skepsis, die auch bei uns nicht fernblieb. Aber aus Skepsis wurde schon bald Begeisterung. Wir yammern seit Mai diesen Jahres, wobei Yammer sich mittlerweile sehr gut etabliert hat und die interne Kommunikation per E-mail hervorragend ergänzt. Gerade in unserer Tätigkeit als Berater vor Ort beim Kunden hilft es mit den kurzen updates, uns gegenseitig unkompliziert auf dem Laufenden zu halten.

Wir nutzen Yammer hauptsächlich für:

  • Empfehlungen auf hilfreiche Fachartikel
  • Fragen zu konkreten Problemstellungen
  • Statusmeldungen über wichtige Ereignisse

Das schöne an dem Dienst ist, dass man Dinge eher teilt als mit einer Mail, da ein Tweet schneller und unkomplizierter geschrieben wird als eine Mail. Der interne Informationsfluss hat sich so nachweislich verbessert.

Und obendrein ist der Dienst

  • mobil nutzbar
  • als Firefox Plugin als auch Desktop Programm (via Air) nutzbar
  • in Twitter integriert (per Hashtag kann ein Twitter Tweet auch “geyammert” werden)
  • nicht auf 140 Zeichen beschränkt und bietet die Möglichkeit Dateien anzuhängen

Die Erkenntnisse aus dem Umgang mit Yammer werden nun natürlich auch in unseren Projektmanagementalltag einfließen. Dazu demnächst mehr.

Kennen Sie den Dienst oder nutzen Sie ihn vielleicht bereits? Haben Sie Erfahrungen gemacht, die Sie teilen möchten?

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An dieser Stelle sei einmal auf den Podcast SoftArchitekTOUR verwiesen. In bisher dreizehn Folgen wurden viele relevante Themen, ausgehend von einer Episode zum Thema Pattern über Diskussionen zur Mittelschicht bis hin zu einer Folge über Architektur-Refactoring, behandelt.

Die Podcasts haben dabei keinen Präsentationscharakter, sondern sind offene Gespräche, in denen auch kontroverse Standpunkte diskutiert werden. Zwar sind die einzelnen Episode recht lang (bis zu einer Stunde dauert ein solcher Podcast), doch lassen sich die Themen meist auch nicht kürzer darstellen.

Der Podcast bietet eine Menge Informationen und Standpunkte zum Thema Architektur und ist meiner Meinung nach durchweg hörenswert. Viel Spaß beim Reinhören!

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Auch - oder gerade wenn - ein Team bereits eine Zeitlang agil arbeitet, lohnt es sich, einmal einen Schritt zurück zu treten und das gelebte Vorgehen kritisch zu betrachten.

Nicht selten fällt dabei auf, dass zwar”formal” noch alles richtig gemacht wird, aber das eigentliche Ziel der jeweiligen Methode nicht mehr im Fokus steht. Sehr schön ist dies häufig bei StandUp Meetings zu beobachten, bei denen nicht mehr das tägliche Commitment auf ein Ziel im Vordergrund steht, sondern eher allgemein erzählt wird, womit man sich gerade beschäftigt. Das ist für sich natürlich auch schon mal nicht schlecht, erfüllt aber den Zweck nicht wirklich.

Erst wenn ich mir individuelles Tagesziel wähle, kann ich später feststellen ob ich dieses erreicht habe. Und nur dadurch werden Hindernisse sichtbar. Wenn ich aber nur allgemein beschreibe mit was ich mich beschäftige, werde ich am Folgetag womöglich nur berichten dass ich immer noch mit dem gleichen Thema befasst bin. Die Frage aber, ob es Hindernisse gab, wird dadurch unbeantwortbar: Ich wollte mich mit einem Thema beschäftigen und habe das auch getan. Wenn man sich also keine konkreten Ziele setzt, nimmt man sich auch eine Gelegenheit durch Erfahrung besser zu werden.

Einen sehr schönen Artikel mit vielen praktischen Tipps für das eigene StandUp gibt es auch auf der Webseite von Martin Fowler: It’s not just standing up

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