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Microblogging im Projektalltag




 

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Nachdem ich kürzlich einen Beitrag über Yammer und dessen Einsatz in unserem Unternehmen geschrieben habe, möchte ich heute den Horizont auf das Microblogging im Projektgeschäft ausweiten.

Wie kann man in einem Projekt Microblogging sinnvoll nutzen?

Neben Yammer ist auch Communote ein erfolgversprechender Dienst. Aus meiner Sicht führen die folgenden Eigenschaften von Microblogging im Projektalltag zum Erfolg:

  • Kurze Nachrichten
  • Offen
  • Mobil
  • Einfach
  • Schnell

Die optimale Kommunikation im Projekt zwischen Projektleiter und Team ist natürlich die direkte face-to-face Kommunikation. Was aber, wenn das Team verteilt ist oder das Projekt zu groß – die direkte Kommunikation wird erschwert. Dann wird schnell klar, dass man andere Kommunikationskanäle nutzen muss. Gern genommen ist in solchen Fällen die E-Mail mit einem großen Verteilerkreis. cc und @all Mail lassen grüßen. Andere Web 2.0 Werkzeuge sind auch nur bedingt sinnvoll:

  • Instant Messaging: Ideal für spontane 1:1 Kommunikation. Nicht für komplexe Themen, keine zentrale Dokumentation.
  • Wiki: Für das gemeinsame Arbeiten und Dokumentieren von Ergebnissen gut geeignet. Starke Strukturierung und kein aktiver Austausch über Themen. Wenig Interaktion.
  • Blogs: Für Erfahrungsberichte und zur Erläuterung von Themen geeignet. Hohe Hemmschwelle zur aktiven Beteiligung.

Microblogging ist daher ideal wenn man z.B. informieren, sich Feedback holen oder eine Frage in die Runde stellen möchte. Und das unkompliziert, unaufdringlich und kommunikationsfördernd. Und eben das ist mit Microblogging sehr schön möglich. Gerade auch neue Projektmitarbeiter können sich schnell in ein Projekt einarbeiten, die Projekthistorie aufarbeiten und ein Gefühl für das Projekt bekommen. Microblogging erzeugt so eine stärkere Bindung von Menschen in Projekten und in verteilten Teams.

Für die meisten Wissenarbeiter ist die Haupttätigkeit kommunizieren. Es geht nichts über face-to-face Kommunikation. Aber wenn diese nicht mehr gewährleistet werden kann, müssen die digitalen Helfer her. Und hier kann man sich mit den Werkzeugen des Web 2.0 aus meiner Sicht sehr gut bedienen und wir können so – im Gegensatz zur klassischen Email – viel effizienter miteinander kommunizieren.

 
Quelle Bild: © XtravaganT – Fotolia.com

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