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Wo ist der Architekt im agilen Prozess?




 

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Bei klassischen, schwergewichtigen Vorgehensmodellen spielt die Architektur einer Anwendung schon auf den ersten Blick eine große Rolle. In der Regel werden im Rahmen der Spezifikation entsprechende Dokumente erstellt, meist gibt es mindestens eine Rolle, die den Zusatz „Architekt“ in sich trägt.

Bei leichtgewichtigen Prozessen scheint dies auf den ersten Blick nicht so zu sein: Detaillierte Spezifikationen werden in der Regel nicht erstellt und es gibt auch keine passenden Rollenbezeichnungen. Den Entwicklern deswegen vorzuwerfen, sie würden sich überhaupt nicht um die Architektur ihrer Anwendung kümmern ist aber dennoch falsch: Die Anwendung von Designpattern und grundlegenden Architekturprinzipien sind in der Regel bekannt und werden auch angewendet.

Meiner Erfahrung nach besteht aber trotzdem die Gefahr, dass durch die kurzfristige Fokussierung auf die Umsetzung von Features im Rahmen einer Iteration die Architektur als langfristige Strategie im Zweifelsfall den Kürzeren zieht. Man kommt meiner Meinung nach nicht daran vorbei, zukünftige Änderungen zumindest anzudenken. Anhand der Architektur lässt sich dann die Frage nach dem „Was wäre wenn?“ beantworten. Dies hilft, die notwendige Flexibilität bereits frühzeitig mit zu berücksichtigen.

Wie ist Ihre Meinung hierzu? Sollte es auch im Kontext von leichtgewichtigen Prozessen eine Rolle „Architekt“ geben? Und wie würden Sie diese Rolle gestalten – wenn man nicht die Fehler schwergewichtiger Prozesse wiederholen möchte?

 

 

Quelle Foto: © Grzegorz Margol – Fotolia.com

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