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6-3-5 Stilles Brainstorming




 

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Wann immer es darum geht, neue Ideen zu sammeln, wird ein Brainstorming anberaumt. Die Methode ist einfach, beliebt und hilfreich. Sie ist aber auch ein bisschen abgenutzt, und in so manchem Workshop lässt sich damit kein Hund mehr hinter dem Ofen vorlocken – geschweige denn ungehemmte Kreativität entfesseln. Deshalb macht es Sinn, die Methode zu variieren. Ein Beispiel dafür habe ich bereits in meinem Blogartikel „Herbstlaub“ (s.u.) beschrieben. Eine weitere Variante des Brainstorming möchte ich heute vorstellen: 6-3-5

6-3-5 ist ein ganz besonderes Brainstorming, es ist nämlich still. „Ein stilles Brainstorming?“, werden Sie sich vielleicht fragen, “ wie soll ich denn da Ideen von anderen aufgreifen, wenn ich sie nicht hören kann?“ Ein berechtigter Einwand, aber es funktioniert, und zwar so: In einer Gruppe von sechs Personen bekommt jeder drei Karteikarten. Auf jede dieser Karten wird innerhalb von fünf Minuten eine Idee geschrieben.  Dann werden die drei Karten an das nächste Teammitglied gegeben, das wiederum fünf Minuten Zeit hat, auf jede der Karten eine weiterführende Idee zu der bereits daraufstehenden dazuzuschreiben. Dieses Vorgehen wird wiederholt, bis jeder auf jede Karte etwas geschrieben hat.

Natürlich können auch anderen Zahlenkombinationen angewendet werden, z.B. 7 Personen-4 Karten-10 Minuten. Oder die Teilnehmer bekommen mit fortschreitenden Runden mehr Zeit, um auf weiterführende Ideen zu kommen, oder jeder bekommt am Anfang nur zwei Karten, damit der Umfang reduziert wird, oder ….. seien Sie kreativ!

Nach einer kurzen Pause werden die Karten vorgestellt. Wichtig ist, den Ablauf zuvor klar festzulegen und die zeitliche Begrenzung einzuhalten. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Weitere Anregungen gibt es hier:

 

Quelle Foto: © Magnus – Fotolia.com

| 2 Kommentare

  • Wie könnte man

    Der Vorteil der 635-Methode liegt darin dass auch stillere Ideengeber „zu Wort kommen“ und man sich weniger als beim klassischen Brainstorming um die Einhaltung der Regeln bemühen muss.
    Wenn die Ideengeber fehlen und die Vielfalt der Anregungen mehr im Vordergrund steht als der Verwertungstermin dann bieten sich auch Formen des Online-Brainstorming (mit Überschneidungen zum Crowdsourcing) an. Kandidaten dafür wären z.B. BrainR, Speedspiration und Jisty. Natürlich sind die Antworten öffentlich für jeden einsehbar, aber interne Ideensammlungen könnte man schließlich auch mit Mailinglisten oder Google-Docs durchführen. Dafür empfiehlt es sich bei unbekannten Ideengebern die das Umfeld der Aufgabenstellung nicht kennen eine prägnante Frage oder erläuternde Beschreibung zu ergänzen.
    Ein weiterer Vorteil der Online-Methoden besteht darin dass sich die Teilnehmer genau dann der Frage zuwenden können wenn sie Zeit dafür haben ohne physisch anwesend zu sein.

  • setzwein

    Vielen Dank für die Ergänzung und den Hinweis auf passende Tools – sehr hilfreich!

 
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