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Fokussierung auf Lösungen




 

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Bei der täglichen Arbeit in komplexen Umgebungen ist es primär wichtig die richtigen Arbeitsansätze zu verwenden, um Verbesserungen für Kunden, Mitarbeiter und sich selbst zu erzielen. Dies gilt ganz besonders für das Projektmanagement.

Im Rahmen der von mir durchgeführten Projekte habe ich die besten Ergebnisse und Erfolge dadurch erzielen können, dass ich meine Aktivitäten auf lösungsorientierte Handlungsweisen abgestimmt habe. Die in diesem Artikel vorgestellten Ansätze erachte ich in der täglichen Arbeit bei der Durchführung von Projekten als elementar.

Beziehen Sie in Ihre Methoden und Strategien folgende Denkweisen intensiv mit ein. Mit einigem Training lassen sich diese Prinzipien in verinnerlichte Überzeugungen transformieren:

1. Lösungen, nicht Probleme

Akzeptieren Sie das Vorhandensein von Problemen und die Entstehung von Fehlern als Fakt und täglichen Normalfall. Konzentrieren Sie Ihr Handeln nicht auf die Vermeidung von Problemen, sondern auf die Schaffung von Verbesserungen, die das Maß an Problemen reduziert.

Beispiel:

Entstehen bei der Durchführung von Arbeitsabläufen übermäßig viele Fehler, so sollten Sie nicht den Grad der Kontrolle erhöhen, sondern nach Ideen suchen, die den Arbeitsablauf verbessern, ihn grundlegend optimieren (z. B. durch den Einsatz neuer Tools oder Abstimmung von organisatorischen Änderungen) oder ihn gegebenenfalls ganz abschaffen durch die Einführung von Alternativen.

2. Zwischenräume – Die Aktion liegt in der Interaktion

Die besten Verbesserungsvorschläge bringen nichts, wenn diese nicht die Belange von Kollegen und allen Stakeholdern erstens mit einbeziehen und zweitens von diesen auch mitgetragen werden. Auch gewinnbringende Maßnahmen können nur dann vollständig zur Entfaltung gelangen, wenn alle betroffenen Personen mit eingebunden werden.

Beispiel:

Erarbeiten Sie Lösungsvorschläge möglichst immer im Team. Sie werden überrascht sein, wie viel Kreativität von jedem Menschen freigesetzt werden kann, auch von denen Sie es vorher nicht vermutet hätten. Hinzu kommt eine viel stärkere Identifizierung der Personen, die aktiv an einem Thema mitarbeiten.

3. Gebrauchen Sie die Mittel, die bereits vorhanden sind

Suchen Sie für jeden neuen Ansatz nicht reflexartig stets einen Experten und die neuesten technischen Errungenschaften. Prüfen Sie zuerst die vorliegenden Ressourcen auf Verwendbarkeit.
Und unterschätzen Sie nicht das Potenzial aller Ressourcen, die schon zur Verfügung stehen.

Beispiel:

Fragen Sie bei neu anstehenden Aufgaben zunächst Kollegen, ob diese Fähigkeiten besitzen, die für die Umsetzung zukünftiger Anforderungen geeignet sind, bevor Sie über Neueinstellungen nachdenken.

4. Möglichkeiten – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Ganz wichtig ist eine ausführliche Analyse aller Alternativen für Problembewältigungen oder neue Herausforderungen. Eine Reflexion vergangener Maßnahmen hilft strategische Fehler zu identifizieren. Ein Hinterfragen aktuell anstehender Aufgaben hilft nicht ergebnisorientierte Aktivitäten zu reduzieren und die Analyse sowie ein Vergleich des Verhaltens von Mitbewerbern erweitern den Handlungsspielraum.

Beispiel:

Wenn in vergangenen Projekten sowohl negative als auch positive Erfahrungen in einer zentralen Datenbank mit protokolliert wurden, so entsteht ein wertvoller Erfahrungsschatz, der viele Anregungen für neue Herausforderungen liefert.

5. Sprache – einfach ausgedrückt

Legen Sie in der Kommunikation den Anspruch an andere Experten ab, dass diese immer bereits ausreichend Kenntnisse mitbringen um Sie zu verstehen. Je komplizierter Sie sich ausdrücken, desto höher ist die Gefahr, dass Sie nicht verstanden werden. Ziel muss es sein, die komplexesten Vorgänge so einfach wie möglich für jeden verständlich auszudrücken. Auf dieser Basis lassen sich Lösungsvorschläge um ein Vielfaches besser und vor allem auch nachvollziehbarer diskutieren.

Beispiel:

Haben Sie keine Angst zuzugeben, wenn Sie etwas nicht wissen. Erstens wird man Ihnen Ihre Offenheit viel häufiger als sympathisch auslegen als dass Sie inkompetent wirken. In Sitzungen freuen sich sogar andere Teilnehmer, die die gleiche Frage hatten, sich aber nicht genötigt fühlten, diese selbst zu stellen.

6. Jeder Fall ist anders

Flexibilität ist das wichtigste Instrument, um Projekte zum Erfolg zu tragen. Der größte Fehler, der Projekte zum Scheitern bringen kann, ist in Gewohnheiten zu verharren. Dies gilt für Individuen, aber auch für Teamstrukturen.

Beispiel:

Prüfen Sie bei jedem neuen Projekt die anzuwendenden Methoden und Techniken, die zum Projekterfolg führen können. Nur weil etwas in der Vergangenheit erfolgreich war, muss es für die neue Situation noch lange nicht passen. Soziale Gefüge und organisatorische Rahmenbedingungen, die jedes Mal wieder neu sind, setzen unbekannte Restriktionen, aber schaffen gleichzeitig auch neue Perspektiven.

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Quelle Foto: © Sergey Nivens – Fotolia.com

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