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Zwei Projekte in Einem




 

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Befindet sich ein Projekt in der Krise, so steht für das Management vor allem eines im Blickpunkt: Die fehlenden Ergebnisse und der fehlende Fortschritt. Einen Turnaround-Manager, der ein Projekt in der Krise übernimmt, verleitet dies sicherlich, denselben Blickwinkel einzunehmen. Schließlich kommt der Druck vom beauftragenden Management. Die Konzentration auf das Liefern von Ergebnissen lässt allerdings unberücksichtigt, dass es Gründe für die Projektkrise gibt, die projektimmanent sein können, häufig aber auch in den Gegebenheiten der Trägerorganisation liegen.

Aus meinen Turnaround-Projekten habe ich gelernt: Um Ergebnisse mit dem Projekt erzielen zu können, müssen zunächst die Hindernisse beseitigt werden, die das Projekt in die Krise geführt haben. Das Beseitigen dieser Hindernisse hat mit Veränderungen zu tun, die in den meisten Fällen auch die Trägerorganisation betreffen.Damit geraten wir in das Themenfeld des Change-Managements, das seit vielen Jahren einen renommierten Platz einnimmt und zu dem eine breite Erfahrungs- und Literaturbasis existiert. Die vorliegenden Erkenntnisse lassen sich in Turnaround-Projekten gut nutzen. In der Praxis hilft mir dabei vor allem eines: Die Erkenntnis, dass ich als Turnaround-Manager zwei Projekte leite, das Projekt in der Krise und das Change-Projekt. Die Methodenkoffer aus beiden Bereichen stehen bereit – und Turnaround-Manager müssen sie beherrschen.

 

 

Quelle Foto: © mopsgrafik – Fotolia.com

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