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Nicht nur zu Ostern: Weiche Eier im Büro (und andere Experimente rund ums Ei)




 

Morgen ist Gründonnerstag. Wer jetzt noch keine Eier gekocht, ausgepustet, bemalt, gefärbt oder sonst wie bearbeitet hat, ist spät dran. Ostern steht vor der Tür, auch wenn man angesichts der winterlichen Temperaturen eher zu adventlichen Gefühlen neigen mag. Die Ostereiersuche im Freien dürfte in diesem Jahr daher für viele etwas kürzer ausfallen. Da ist es gut, wenn man ein bisschen was in petto hat, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Kinder sind für Experimente meist besonders dankbar. Hier ein paar Anregungen:

Roh oder gekocht? Wie findet man heraus, ob ein Ei roh oder gekocht ist? Lassen Sie ein rohes und ein ca. fünf Minuten lang gekochtes Ei auf einer Tischplatte rotieren. Welches Ei lässt sich schneller in die Drehung versetzen? Dann tippen Sie die Eier mit dem Finger an. Welches Ei kommt schneller zur Ruhe? Das rohe Ei lässt sich nicht so leicht in schnelle Rotationen bringen, und es lässt sich auch nicht so schnell stoppen. Rohe Eier „eiern“ noch herum, wenn man sie mit dem Finger angetippt hat.

Das Ei auf dem Fön: Versuchen Sie, ein ausgeblasenes Ei auf dem warmen Luftstrom eines Föns schweben zu lassen. In welcher Lage gelingt dies am besten? Wann dreht sich das Ei? Versuch macht klug – halten Sie ausreichend viele Eier bereit!

Ein rohes Ei schälen: Gekochte Eier zu pellen ist keine Kunst, meistens jedenfalls. Aber auch ein rohes Ei kann man von seiner Schale befreien, ohne dass es ausläuft. Alles, was Sie dafür brauchen sind 24 Stunden Zeit und ein Glas mit Tafelessig. Legen Sie das Ei in das Glas mit dem Essig. Schon nach kurzer Zeit bilden sich auf der Schale kleine Bläschen – der Auflösungsprozess beginnt. Nachdem 24 Stunden vergangen sind, hat sich die Eierschale durch die im Essig enthaltene Säure komplett aufgelöst. Übrig bleibt das transparente, ziemlich wabbelige Ei in seiner Eihülle. Diese Haut ist relativ stabil, so dass Sie das rohe, geschälte Ei vorsichtig in die Hand nehmen können – ein spannendes Gefühlserlebnis.

Weiche Eier im Büro: Wer an den Osterfeiertagen im Büro hockt und auf ein weich gekochtes Ei nicht verzichten möchte, kann sich entspannt zurücklehnen – sofern er oder sie Zugriff auf eine Kaffeemaschine hat. Und damit meine ich nicht die kleinen, hübschen Nespresso-Teile und auch nicht die sündhaft teuren Siebdruckmaschinen, sondern die guten alten Kaffeemaschinen mit Filter. In den Filter kommt statt des Kaffeepulvers das Ei. Schafft die Kaffeemaschine ca. acht Tassen und erreicht das Heizelement eine Wassertemperatur knapp unter dem Siedepunkt, stehen die Chancen für ein perfekt weichgekochtes Ei sehr gut. Bei Abweichungen muss man halt ein bisschen mehr herumexperimentieren. Geduld und Optimismus helfen.

Eier in der Kaffeemaschine mögen nicht jedermanns Geschmack sein. Ich persönlich finde das vergleichsweise harmlos. Wer sich bei dem Gedanken daran ekelt, der weiß vermutlich nicht, zu welchen Taten die lieben Kollegen fähig sind, wenn sie ein Weißwurstfrühstück im Büro abhalten wollen. Den Wasserkocher in unserer Teeküche habe ich damals jedenfalls nicht mehr benutzt. Für sehr lange Zeit.

Lustige Eier: Wer seine Kaffeemaschine keinem Risiko aussetzen möchte, kann auch zu Hochprozentigem greifen, um Eier zu garen. Mit ein wenig Schulwissen aus dem Chemieunterricht und ganz ohne Hitze lassen sich nämlich „lustige Eier“ zaubern. Einfach mehrere Eier in eine Pfanne schlagen, zwei Gläschen 60-80-prozentigen Schnaps dazu geben und das Ganze gut vermengen. Die Eier gerinnen sehr schnell. Um die Speise geschmacklich etwa aufzupeppen, empfiehlt sich die Zugabe von Zucker, Zitronensaft und Rumfrüchten. Eine bebilderte Anleitung findet sich bei Kulinarische Physik.

Dieses Experiment ist eher etwas für Hartgesottene. Aber man weiß ja nie, wie die österlichen Festivitäten sich so entwickeln, und vielleicht sind die „lustigen Eier“ dann genau das, was man braucht.

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern, Kunden, Partnern und Mitstreitern ein frohes Osterfest!

Quelle Foto: @by-studio – Fotolia.com

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