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Mehr Spaß beim Osterbrunch: das Ei des Kolumbus!




 

Ich habe es gefunden – das Ei des Kolumbus. Und ich werde es einsetzen beim diesjährigen, abermals zum kleinen Kreis in den eigenen vier Wänden verdammten Osterfest. Wenn Sie Ihren Osterbrunch ebenfalls ein bisschen aufmotzen wollen, dann überraschen Sie Ihre Lieben doch auch einmal mit historischen Anekdoten und einschlägigen Ei-Experimenten.

Das „Ei des Kolumbus“ kennt als Redensart jeder, ein geflügeltes Wort, häufig benutzt – doch seine Herkunft ist vielen Menschen unbekannt. Oder wussten Sie, dass Kolumbus im Jahr 1493 bei einem Festgelage des Kardinals Mendoza seine Kritiker mit dem sprichwörtlichen Ei verblüffte und ins Abseits stellte?

Das war so: Der Seefahrer und Entdecker Christoph Kolumbus saß inmitten der Festgesellschaft an einer großen Tafel. In weinseliger Laune wurde über die Entdeckung der „Neuen Welt“ schwadroniert und manche Kritiker (oder Neider) erhoben ihre Stimme und meinten, so eine große Leistung sei diese Entdeckung ja nun auch wieder nicht gewesen. Das hätte eigentlich jeder gekonnt. Verständlich, dass Kolumbus solche Äußerungen wenig amüsant fand.

Irgendwann reichte es ihm und er nahm ein gekochtes Ei von der Tafel. Kolumbus hielt es in die Höhe und verlangte von den lautesten Schreihälsen, dass diese das Ei auf seiner Spitze aufstellen sollten. Viele Gäste versuchten sich an dieser Aufgabe, doch keinem wollte das Kunststück gelingen. Entnervt gaben sie auf und schimpften, dass die Aufgabe schlicht unlösbar sei. Solle Kolumbus es doch selbst versuchen, riefen sie. Also erhielt Kolumbus das Ei zurück – und zack! – schlug es an der Spitze an und stellte es dann einfach auf. Das brachte seine Kritiker nun erst recht in Rage. Betrug sei das, fanden sie, denn das hätte ja schließlich jeder von ihnen gekonnt. Kolumbus lächelte darauf (vermutlich süffisant) und sagte der Überlieferung gemäß: Genau das ist dann wohl der Unterschied zwischen euch und mir. Jeder von euch hätte es tun können, ich aber habe es getan.

Schnappen Sie sich also beim Osterbrunch ein gekochtes Ei aus dem Körbchen und lassen Sie Ihre Tischgesellen das Ei des Kolumbus finden. Wer es schafft, muss natürlich belohnt werden, und höchstwahrscheinlich werden Sie selbst das sein. Es sei denn, Ihre kleine Runde beim Osterbrunch ist hartnäckiger und gewiefter als die Tischgesellschaft des Kardinal Mendoza vor 528 Jahren. Sollte nun jemand auf die Idee kommen, das Ei anzuschlagen und auf der eingedrückten Spitze aufzustellen (vielleicht, weil er oder sie die Legende schon kennt), können Sie dennoch triumphieren. Leeren Sie den Salzstreuer (Stöpsel ziehen!), stellen Sie das Ei in das Salz – und voilà: es bleibt stehen.

Wem gekochte Eier irgendwie zu langweilig sind (ja, seien wir ehrlich: gekochte Eier sind etwas für Warmduscher), der findet seinen Thrill vielleicht bei der Variante mit rohen Exemplaren auf Omas geklöppelten Spitzendeckchen. Da nimmt der Osterbrunch nochmal richtig Fahrt auf. Die Lösung mit der eingedrückten Spitze wird hier vermutlich niemand beklatschen. Und beim Salz müssten Sie schon ziemlich gut bevorratet sein. Also: Fordern Sie Ihre Kreativität heraus!

Selbstverständlich gibt es auch bei rohen Eiern einen simplen Trick beim Aufstellen. Aber ob ich den verraten soll? Hm. Vielleicht zu Weihnachten. So ganz ohne Tipps sollen Sie jedoch nun auch nicht dastehen:

  1. Der Schwerpunkt besitzt eine gewisse Relevanz für die Standfestigkeit.
  2. Eigelb ist schwerer als Eiweiß.
  3. Und eine gute Inspiration für das Vorgehen finden Sie in der Werbung für Ü-Eier…

Wer es schafft, bekommt den Setzwein-Kaffeebecher geschenkt* – Beweisfotos und Auflösung bitte an diesen Blog 🙂

Wir wünschen allen Kunden, Kollegen und Mitstreitern frohe Ostern und eine unverwüstliche Gesundheit.

Sie wollen mehr? Hier geht’s weiter:

*Gilt für die ersten 30 Eingänge.

Quelle Foto: @Berlinstock – Fotolia.com

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